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Zwischen Erfahrung, Verantwortung und neuen Aufgaben.

Mich in ein paar Sätzen zu beschreiben, ist gar nicht so einfach. Jahrgang 1943, zwölf Jahre Luftwaffe, später Bundeswehrverwaltung und seit 1974 Kommunalpolitik – das sind einige der Eckdaten. Aber wer ich bin und was mich bis heute antreibt, lässt sich mit Jahreszahlen und Stationen allein nicht erzählen.
Ich bin gern unter Menschen, gern unterwegs und selten um ein Wort verlegen. Wenn mich etwas interessiert, bleibe ich dran. Wenn es etwas zu lachen gibt, umso besser. Und wenn ich einmal anfange, eine Geschichte zu erzählen, bleibt es erfahrungsgemäß selten bei zwei Sätzen.

Zu meinem Leben gehören aber auch Erfahrungen, die alles andere in den Hintergrund gerückt haben. Eine davon hat den weiteren Weg von Hiltrud und mir grundlegend bestimmt.
Der Moment,
der alles verändert hat.

1984 erkrankte unser Sohn Stefan mit 16 Jahren an Leukämie. Für Hiltrud und mich begann damit eine Zeit, in der plötzlich nur noch eine Frage zählte: Gibt es irgendwo eine Behandlung, die ihm helfen kann?

Wir suchten weltweit nach Möglichkeiten, fanden schließlich einen passenden Spender und reisten mit Stefan zur Behandlung nach Seattle. Die Transplantation war erfolgreich. Stefan war der erste Europäer, dessen Leukämie mit dem Knochenmark eines nicht verwandten Spenders geheilt wurde. Kurz vor der geplanten Heimreise starb er dennoch an einer schweren Lungenentzündung.

Stefan hatte sich gewünscht, dass andere Patienten einmal bessere Chancen haben sollten. Hiltrud und ich wollten diesen Wunsch nicht einfach stehen lassen. 1986 gründeten wir die Stefan-Morsch-Stiftung und bauten die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands auf. Aus dem Verlust unseres Sohnes entstand damit eine Aufgabe, die unser weiteres Leben über Jahrzehnte bestimmen sollte.

Was daraus später gewachsen ist, hätte damals wohl niemand von uns vorhersehen können.

Ganz ruhig ist es bis heute nicht geworden.

Auch mit über 80 bin ich viel unterwegs. Veranstaltungen, Besuche, Treffen mit alten Weggefährten und neue Bekanntschaften gehören nach wie vor dazu. Viele Verbindungen bestehen seit Jahrzehnten – über die Stiftung, die Bundeswehr, die Politik oder Orte wie Bad Breisig.

Auch die Kommunalpolitik ist für mich nach mehr als 50 Jahren noch kein abgeschlossenes Kapitel. Heute bin ich als Behindertenbeauftragter für die Verbandsgemeinden Birkenfeld und Baumholder tätig. Und wenn neben all den Terminen noch Zeit für Kreta, eine Runde Skat oder die Fliegerei bleibt, sage ich normalerweise nicht Nein.

Auszeichnungen & Ehrungen

Im Laufe der Jahre wurde mein Engagement auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene mehrfach ausgezeichnet. Dazu gehören unter anderem der Bundesverdienstorden und der Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz, den Hiltrud und ich gemeinsam erhielten.

Lange nichts voneinander gehört?

Vielleicht kennen wir uns aus Birkenfeld, Bad Breisig, der Bundeswehr, der Politik, der Stiftung – oder einfach von irgendwo unterwegs. Wenn Du eine Idee oder Anregung hast, mich zu einer Veranstaltung einladen möchtest oder einfach mal wieder Hallo sagen willst, schreib mir.

Ich freue mich, von Dir zu hören.