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Ein Jahr früher in die Schule

Meine Schulzeit begann 1948 in Reitscheid. Eigentlich war ich noch ein Jahr zu jung für die Schule – aber meine Mutter hatte gute Gründe, mich trotzdem möglichst früh aus dem Haus zu bekommen.

Als kleiner Bub war ich nämlich nicht gerade pflegeleicht. Ich hatte ständig irgendwelche Ideen im Kopf und war bei jedem Streich dabei. Meine Mutter war deshalb der Meinung, dass es mir ganz guttun würde, meine Zeit künftig mit Lesen, Schreiben und Rechnen zu verbringen.

Nur der Lehrer musste davon noch überzeugt werden, mich ein Jahr früher aufzunehmen.

Meine Mutter wusste sich zu helfen. Sie sprach mit dem Lehrer – und soll seiner Entscheidungsfreude mit einem Schinken ein wenig nachgeholfen haben.

Ob nun meine erkennbare Schulreife oder doch eher der Schinken den Ausschlag gab, weiß ich nicht. Jedenfalls durfte ich bereits 1948 in die Volksschule Reitscheid gehen.

Dort besuchte ich von der ersten bis zur dritten Klasse die Schule.

Aus dieser Zeit gibt es noch ein besonderes Foto. Es entstand im Schuljahr 1949/1950 und zeigt die gesamte Schülerschaft mit ihrem Lehrer auf der Treppe der Volksschule in Reitscheid. In der dritten Reihe stehen die Mädels aus meiner Klasse. 

In meinem Jahrgang war ich der einzige Junge unter neun Mädchen. Ich muss zugeben: Das hat mir damals schon ganz gut gefallen.

Von Reitscheid nach Alsweiler

1952 zog unsere Familie nach Alsweiler, dem Heimatort meines Vaters. Dort hatte mein Vater ein Haus gebaut. Nach drei Schuljahren in Reitscheid besuchte ich nun die vierte Klasse der Volksschule in Alsweiler. Trotz meiner frühen Einschulung war ich inzwischen ein guter Schüler geworden.