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Der Judoanzug von 1959 passt sogar heute noch

Ende der 1950er-Jahre gehörte neben Schule, Freunden und dem einen oder anderen Unsinn auch der Judosport zu meinem Leben. Ich war Mitglied im Judoclub Tholey und trat bei saarländischen Jugendmeisterschaften an. Mein damaliger Trainer war „Stahls Weißer“.

Judo hatte seinen ganz eigenen Reiz. Auf der Matte ging es nicht darum, einfach möglichst kräftig zuzupacken. Konzentration, Schnelligkeit, Technik und der richtige Moment waren mindestens genauso wichtig. Und ein gewisses Maß an Disziplin konnte mir in diesen Jahren vermutlich auch nicht schaden.

Immerhin hatte ich während meiner Schulzeit schon bewiesen, dass ich meine Energie auch anderweitig einsetzen konnte. Eine ausgehängte Domuhr und ein ungeplanter Versuch an den Orgelpfeifen in St. Wendel gehören ebenfalls in diese Zeit. Auf der Judomatte war mein Tatendrang möglicherweise etwas besser aufgehoben.

Was von meiner Judozeit geblieben ist, sieht man auf den Fotos ziemlich gut.

Meinen Judoanzug aus dem Jahr 1959 habe ich nämlich immer noch.

Und weil Aufheben allein offenbar zu langweilig gewesen wäre, habe ich ihn 2026 noch einmal angezogen. Mehr als sechs Jahrzehnte später.

Das eigentlich Erstaunliche daran ist nicht, dass der Anzug all die Jahre überstanden hat.

Er passt sogar noch.

Ob das nun mehr für die Qualität des Judoanzugs oder für mich spricht, kann jeder selbst entscheiden.

Foto:
2026 – in meinem Judoanzug von 1959