Mein Weg in der Kommunalpolitik
Mehr als fünf Jahrzehnte politisches Engagement
Der Einstieg in die Politik – 1971 bis 1984
Am 1. Januar 1971 trat ich in die SPD ein. Damals war ich als Rechnungsführer und Zahlstellenverwalter bei der 2. Luftwaffendivision in Birkenfeld.
Dort lernte ich durch meine Verbindungen zu der Truppenverwaltung Herrn Manfred Wommer kennen. Er war der damalige Ortsbürgermeister von Gimbweiler. Sein persönlicher Einsatz und seine kommunalpolitische Arbeit beeindruckten mich. Durch ihn wurde mir bewusst, wie viel man vor Ort bewegen kann, wenn man bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Schließlich war er es auch, der mich für die SPD gewann.

Seitdem bin ich der Partei treu geblieben – mittlerweile seit 55 Jahren.
In meinem SPD-Mitgliedsbuch sammelte ich über viele Jahre die Unterschriften bedeutender Politiker, denen ich persönlich begegnet bin und mit denen mich zum Teil eine besondere Freundschaft verband. So wurde mein Mitgliedsbuch zu einem wertvollen Zeugnis meiner Parteipolitischen Laufbahn.



S. 40 Bundesminister für Bildung und Wissenschaft Klaus von Dohnanyi, Bundesgeschäftsführer der SPD Peter Glotz,
S. 41 Bundeskanzler Willi Brandt, Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit Katharina Focke, Oberbürgermeister von Mainz Jockel Fuchs, Bundesminister für Forschung und Technologie sowie für das Post- und Fernmeldewesen Horst Ehmke, Bundesgeschäftsführer der SPD Egon Bahr,
S. 42 Vizepräsident des Deutschen Bundestages Georg Leber, Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages Willi Berkhan.
Begegnungen während meiner Politischen Laufbahn
Eine besondere Erinnerung verbindet mich mit Johannes Rau, dem späteren Bundespräsidenten. Nach einem gemeinsamen Besuch in der damaligen DDR kehrten wir in einem Restaurant ein und speisten zusammen.

Hans Koschnick folgte meiner Einladung als Fraktionsvorsitzenden im Verbandsgemeinderat Birkenfeld. Redner: MdB Günter Leonhar

Im angeregten Gespräch mit Rita Süssmuth anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstordens an MdB Günter Leonhard.

Besuch von Verteidigungsminister Rudolf Scharping, MdB Fritz Rudolf Körper am 20.08.1990 und MdL Axel Redmer

Am 23. Oktober 1990 begrüßte ich Graham Bramley, einen britischen Kommunalpolitiker der Labour Party aus London, der meiner Einladung zu einem Besuch in Birkenfeld gefolgt war. Aus dieser Begegnung entwickelte sich ein freundschaftlicher Austausch, der später mit einem Gegenbesuch meiner SPD-Reisegruppe in London fortgesetzt wurde.

Bei der Arbeit
Mein Engagement im
Verbandsgemeinderat Birkenfeld
Am 17. März 1974 begann mein kommunalpolitisches Engagement in Birkenfeld. Ich wurde Mitglied des neu gegründeten Verbandsgemeinderates und arbeitete in verschiedenen Ausschüssen mit und war bis 1984 als SPD-Fraktionssprecher tätig.

Photo: Neu gegründeter Verbandgemeinderat im März 1974

Photo: Treffen der ehemaligen Mitglieder des Verbandsgemeinderates aus dem Jahr 2019.
Obere Reihe (v. l. n. r.): Verbandsbürgermeister Dr. Bernhard Alscher, Herr Roth, Elimar Dengel, Heinz Werle, Hans Robert Spreier, Hans Jürgen Noss MdL und Manfred Nieland.
Sitzend (v. l. n. r.): Dr. Klaus Hoebbel, Walter Czeloth, Emil Morsch und Joseph Bambach.
Auch im Ortsgemeinderat Hoppstädten-Weiersbach engagierte ich mich zehn Jahre lang.

Photo : Ortsgemeinderat Hoppstädten-Weiersbach
1984 erhielt ich die Bronzene Ehrennadel des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz für meine langjährige kommunalpolitische Tätigkeit. , ebenfalls als Fraktionssprecher und darüber hinaus gehörte ich viele Jahre dem Kreistag des Landkreises Birkenfeld an.
1984 erhielt ich die Bronzene Ehrennadel des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz als Anerkennung für mein langjähriges kommunalpolitisches Engagement. Neben meiner Tätigkeit als Fraktionssprecher im Verbandsgemeinderat gehörte ich über viele Jahre auch dem Kreistag des Landkreises Birkenfeld an, wo ich als Stellvertreter im Fraktionsvorstand der SPD-Kreistagsfraktion tätig war.
Verantwortung in der Verwaltung – 1988 bis 1998
Am 1. Oktober 1988 wurde ich nach dem Ausscheiden von Kurt Hub als Erster hauptamtlicher Beigeordneter der Verbandsgemeinde Birkenfeld in mein Amt eingeführt.
Nach vielen Jahren in der Bundeswehrverwaltung begann damit für mich ein neuer beruflicher Lebensabschnitt. Ich konnte meine bisherigen Erfahrungen in die kommunale Verwaltungsarbeit einbringen und mich unmittelbar für die Belange der Verbandsgemeinde einsetzen.
Zehn Jahre lang übte ich dieses Amt aus, bis ich am 30. September 1998 in den Ruhestand trat.
Doch mein Ruhestand bedeutete keineswegs das Ende meines politischen Engagements.
Film folgt über Amtsübergabe.
Weiterhin politisch aktiv ab 1999 bis 2016
Ab dem 1. Juli 1999 gehörte ich dem Stadtrat Birkenfeld an, dem ich bis zum 31. Oktober 2010 angehörte. Gleichzeitig setzte ich meine Tätigkeit im Verbandsgemeinderat und in verschiedenen Ausschüssen fort.
Auch nach Jahrzehnten in der Kommunalpolitik blieb ich aktiv. Ab 2014 übernahm ich erneut die Funktion des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Verbandsgemeinderat Birkenfeld.
Im Laufe der Jahre erhielt ich zahlreiche Auszeichnungen für mein kommunalpolitisches Engagement. Die Urkunden dokumentieren die verschiedenen Stationen meines politischen Weges und erinnern mich an viele Jahre, in denen ich Verantwortung übernehmen und mit unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten durfte.

Photo: 1988 – Überreichung der Ernennungsurkunde zum Hauptamtlichen 1. Beigeordneten der Verbandsgemeinde Birkenfeld.
v. l. n. r. Emil Morsch, Kurt Hub, Konrad Weißgerber, Verbandsbürgermeister Erich Mörsdorf und Büroleiter Dieter Heinrich.
Neben der Politik – eine Aufgabe, die mein Leben prägte
Meine kommunalpolitische Arbeit war allerdings nur ein Teil meines Lebens.
Parallel dazu gab es eine Aufgabe, die für meine Familie und mich von ganz besonderer Bedeutung war: die Stefan-Morsch-Stiftung (Hilfe für Leukämie und Tumorkranke).
Gemeinsam mit meiner inzwischen verstorbenen Frau Hiltrud habe ich mich über viele Jahre für Menschen mit Leukämie und anderen Krebserkrankungen eingesetzt. Was wir damals gemeinsam aufgebaut haben, führe ich bis heute mit großer Überzeugung und persönlichem Engagement fort.
Wie es zur Gründung der Stiftung kam und wie sich aus unserer persönlichen Geschichte ein weitreichendes Engagement entwickelte, gehört zu einem eigenen Kapitel meines Lebens.
Bundesverdienstkreuz für Pionierarbeit in der Stammzelltransplantation – 1993
1993 wurde mir vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Mit dieser Auszeichnung wurde meine Pionierarbeit auf dem Gebiet der Stammzell- und Knochenmarktransplantation gewürdigt. Bereits im Dezember 1992 hatte mir der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Rudolf Scharping schriftlich zu dieser besonderen Ehrung gratuliert.
Die Auszeichnung war eine Anerkennung für die Arbeit, die meine Frau Hiltrud und ich mit der Gründung der Stefan-Morsch-Stiftung im Jahr 1986 begonnen hatten.
Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz -2001
Am 31. Oktober 2001 wurden Hiltrud und ich gemeinsam mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.
Die Verleihung durch Ministerpräsident Kurt Beck war für uns von besonderer Bedeutung, denn sie würdigte unser langjähriges gemeinsames Engagement und unseren Einsatz für die Stefan-Morsch-Stiftung.
Später wurde Kurt Beck in das Kuratorium der Stefan-Morsch-Stiftung berufen, dem er über Jahrzehnte als Mitglied angehörte.




